Urlaubsregelung


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A. URLAUBSANSPRUCH
1. Jeder Mitarbeiter hat Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der Urlaub beträgt 25 Arbeitstage = 5 Wochen bei regelmäßiger Arbeitszeit von 5 Tagen pro Woche, bei geringfügig Beschäftigten: 20 Arbeitstage; hiervon wird einheitlich 1 Urlaubstag für "Rosenmontag" abgezogen (Betriebsurlaub). Der 24.12. und der 31.12. eines Jahres sind Arbeitstage (mit der Option, dem sich jeder Mitarbeiter einen halben Tag Urlaub nehmen kann).

2. Zu beachten ist, dass ein Urlaubsanspruch erst nach Ablauf der Wartezeit entsteht.

3. Bei Mitarbeiter mit einer abweichend regelmäßigen Arbeitszeit an Stelle von 40 Arbeitsstunden pro Woche ist der Urlaubsanspruch quotal bezogen auf das Jahr auf Jahresarbeitsstunden umzurechnen. Beispiel: Eine Mitarbeiterin arbeitet nur 3 x 8 Stunden pro Woche; der Urlaubsanspruch beträgt somit 3 x 5 Wochen = 15 Arbeitstage bzw. umgekehrt gerechnet: Die Jahres-Sollarbeitszeit beträgt 47 Wochen x 24 Stunden = 1.128 Stunden; hiervon sind noch die Anzahl der Stunden für die gesetzlichen Feiertage, die auf einen Werktag fallen (nicht aber Rosenmontag), abzuziehen.

4. Bei der Ermittlung der SOLL-Arbeitszeit pro Jahr sind diejenige Anzahl von Stunden für die gesetzlichen Feiertage abzuziehen, die der Mitarbeiter sonst an diesen Tagen gearbeitet hätte, wenn jeweils Arbeitstag gewesen wäre.

5. Bei Mitarbeiter mit unregelmäßigen Arbeitszeiten innerhalb einer Woche ist jeweils in Bezug auf die Soll-Arbeitszeit ebenfalls auf das ganze Jahr abzustellen.

6. Bei quotalem Ermittlungserfordernis hat vereinfachend bei der Gleitzeitabrechnung eine Zwölftelung pro Monat zu erfolgen, d.h. bei drei Tagen pro Woche beträgt die Soll-Arbeitszeit bis 30.6. insgesamt 564 Stunden; hiervon sind wiederum die Stunden für die gesetzlichen Feiertage, die auf einen Arbeitstag fallen (nicht aber Rosenmontag), abzuziehen.

3. Ist die regelmäßige Arbeitszeit eines geringfügig Beschäftigten auf einen Zeitraum verteilt, der mit einer Kalenderwoche nicht übereinstimmt, muss für die Umrechnung eines nach Arbeitstagen bemessenen Urlaubsanspruchs auf längere Zeitabschnitte, ggf. auf ein Kalenderjahr, abgestellt werden.


B. KURZFRISTIG BESCHÄFTIGTE (AUSHILFEN)
1. Jeder geringfügig beschäftigte Mitarbeiter hat Anspruch auf 20 Arbeitstage bezahlten Urlaub. Der "Tag" wird dabei mit dem Durchschnitt der Anzahl zu leistender Stunden (i.d.R. 4 Stunden) gerechnet. Der Urlaubsanspruch besteht in entsprechendem Umfang wie bei einem vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter.

2. Soweit der Arbeitseinsatz der Aushilfen - entsprechend der jeweiligen Arbeitssituation - kapazitätsorientiert mit den Schwerpunkten in bestimmten Hauptmonaten (z.B. jeweils nach Quartalsende: Januar, April, Juli, Oktober) erfolgt, ist auf das Kalenderjahr abzustellen. Bei einer sonst üblichen regelmäßigen täglichen Arbeitszeit von 8 Arbeitszeitstunden pro Woche ergeben sich somit 376 Arbeitsstunden pro Jahr ((52 - 5) Wochen x 8 Stunden = 376 Arbeitstunden).

3. Bei neuen bzw. neu einzuarbeitenden Aushilfen kann im Hinblick auf Einarbeitungs- und Ausbildungserfordernisse die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit im ersten Dienstjahr um bis zu 2 Arbeitsstunden erhöht werden.


C. SONDERURLAUBSTAGE
1. Ein zusätzlicher Urlaubstag wird gewährt bei Heirat, Entbindung der Ehefrau, Heirat eines Kindes, Umzug, Tod des Ehepartners oder Verwandten 1. Grades, also Eltern, Schwiegereltern, Kinder, Schwiegerkinder.

2. Der Umzugstag wird auch gewährt, wenn der Umzug selbst an einem (arbeitsfreien) Wochenende erfolgt.


D. URLAUBSBEAUFTRAGTE(R)
1. Die Aufgabe des/der Urlaubsbeauftragten ist es, die jährliche Urlaubsregelung entsprechend den betrieblichen Erfordernissen und den Urlaubswünschen der einzelnen Mitarbeiter zu gestalten.

2.Im Zweifel hat das betriebliche Interesse Vorrang.

3.Bei einem zusammenhängenden Urlaub von mehr als 2 Wochen ist zusätzlich die Genehmigung der Geschäftsleitung einzuholen.


E. EINHOLUNG DER GENEHMIGUNG
1. Um eine möglichst reibungslose Urlaubsabwicklung einerseits und einen vertretbaren Betriebsablauf andererseits verwirklichen zu können, ist es wünschenswert, dass sich die Mitarbeiter eines Aufgabenbereiches über ihre Urlaubswünsche zunächst untereinander abstimmen.

2. Urlaubswünsche sind in rot in das Gleitzeitbuch (oben in der sog. Dominante) vorab einzutragen; der Mitarbeiter hat selbst sich um die Genehmigung durch den (die) Urlaubsbeauftragte(n)zu kümmern. Der/Die Urlaubsbeauftragte signalisiert die Genehmigung durch einen grünen Vermerk mit der Paraphe an jedem Urlaubstag.

3. Es ist auch möglich, "halbe Urlaubstage" zu nehmen; in diesen Fällen sollte die Zahl der Stunden ebenfalls in rot im Gleitzeitbuch vermerkt werden (bitte nur ganze Stunden).

4. "Kurzfristige Urlaube" sind Urlaubswünsche bis zu drei hintereinander liegenden Werktagen. Diese sind generell zu genehmigen, wenn für entsprechende Vertretung gesorgt ist.

5. In saisonalen Hauptmonaten sollte nur in unabweisbaren Fällen mehr als drei Tage Urlaub genommen werden; das gleiche gilt erst recht für den Monat Februar, weil es sich um einen kurzen Monat handelt, in dem zusätzliche Tage wegen Karneval zu bedenken sind.

6. Auszubildende sollten ihren jeweiligen Urlaub möglichst in den jeweiligen Schulferien nehmen.

7. Brückentage sollten als Urlaubstage genutzt werden, soweit eine angemessene Vertretung im jeweiligen Aufgabenbereich besteht oder die Art der Arbeit keine Vertretung erfordert.


F. VERTRETUNG
1. Folgende Arbeitsbereiche müssen an jedem Arbeitstag kompetent besetzt sein:
- Abteilung L.,
- Abteilung F.

2. Folgende Arbeitsbereiche sollten an jedem Arbeitstag kompetent besetzt sein:
- Schreiben nach Diktat,
- allgemeine fachliche Auskünfte und Arbeiten.

3. An Tagen mit voraussichtlich wenig Publikums- und Telefonverkehr (Brückentage, Karnevalsdienstag, 24.12., 31.12.) ist die Vertretung zumindest bis 14:oo Uhr sicher zu stellen (danach sollte nicht der Anrufbeantworter eingeschaltet, sondern eine anderweitige Telefonvertretung per Umleitung realisiert werden). Am Rosenmontag bleibt das Büro ganz geschlossen (auch kein Notdienst).

G. URLAUBSWÜNSCHE
Bei widerstreitenden Urlaubswünschen innerhalb eines Aufgabengebietes gilt im Zweifel folgende Regelung:
(a) Erste Priorität hat der Mitarbeiter, der bereits einmal in Bezug auf Urlaub seinen Urlaubswunsch für eine ähnliche Urlaubssituation nicht gewährt bekommen hat (dies gilt auch für Brückentage).
(b)Zweite Priorität hat der Mitarbeiter, bei dem dringende persönliche oder familiären Interessen zu berücksichtigen sind bzw. die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen.
(c)Dritte Priorität hat der Mitarbeiter, der verheiratet ist oder ein schulpflichtiges Kind hat.
(d) Vierte Priorität hat der Mitarbeiter, der bereits länger dem Betrieb angehört.

H. REST- UND ZUSATZURLAUB
1. Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr. Demzufolge ist der Urlaub grundsätzlich auch bis zum Ende des Urlaubsjahres anzutreten.

2. Soweit der Jahresurlaub im Einzelfall nicht bis zum Ende des Urlaubsjahres angetreten werden kann, ist er bis zum 30. März des folgenden Jahres anzutreten.

3. Unbezahlter Urlaub wird nur in absoluten Ausnahmefällen gewährt, und zwar unter Berücksichtigung eines angemessenen Zuschlags (30 %) bei der Gehaltsminderung im Rahmen der Gehaltsabrechnung.

I. SONSTIGES
1. Mündliche Urlaubszusagen dürfen nicht erteilt werden.

2. Es empfiehlt sich, bei Flugbuchungen und ähnlichen Festlegungen in Bezug auf den Urlaub sich rechtzeitig um Vertretung und Urlaubsgenehmigung zu bemühen.

3. Mitarbeiter, die Reisen etc. vor Entscheidung über den Urlaubsantrag buchen oder planen, tun dies auf eigene Gefahr. Eine Verpflichtung, den Urlaub zu dem gewünschten Zeitpunkt zu gewähren, wird durch eine von dem Mitarbeiter vorzeitig verbindliche Buchung nicht begründet.

4. Mehrwöchige Urlaubswünsche sind bis 31.03. des laufenden Jahres in das Gleitzeitbuch einzutragen.

5. Auszubildende sollten bedenken, dass vor Prüfungsterminen genügend Urlaubstage für Besuch von Seminaren und eigener Prüfungsvorbereitung eingeplant wird.

6. Nach Genehmigung des Urlaubes ist eine einseitige Änderung des Urlaubstermins grundsätzlich nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes unter Abwägung der jeweiligen vertretungsmäßigen Konsequenzen möglich.

7. Beabsichtigen Mitarbeiter eines Aufgabenbereiches untereinander einen genehmigten Urlaub zu tauschen, so soll dies grundsätzlich genehmigt werden.

8. Soweit vergessen wurde, Urlaubstage (-stunden)in das Gleitzeitbuch einzutragen, sind diese nachzutragen.

9. Alle vorstehenden Regelungen gelten, soweit dies noch nicht explizit erfolgt ist, für Mitarbeiterinnen sinngemäß (es wurde weitgehend versucht, geschlechtsneutral zu formulieren).





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